Den natürlichen Bewegungsdrang des Kindes mit Hilfe des Pikler Dreiecks fördern

Was ist ein Pikler Dreieck?

Das auch als Kletterdreieck bekannte Bewegungsspielzeug wurde nach der ungarischen Kinderärztin Emmi Pikler benannt. Die Medizinern brachte den Eltern ihrer kleinen Patienten nahe, den natürlichen Bewegungsdrang der Kinder zu fördern. Noch bis heute nimmt man die Erfahrungen der Kinderärztin gerne auf und nutzt das Pikler Dreieck um das selbstständige Bewegungsspiel eines Kindes fördern zu können.

Das Pikler-Dreieck wird in drei unterschiedlichen Größen angeboten. Das Holzdreieck ist ein stabiles Konstrukt, an dem die Kinder dank der integrierten Sprossen Bewegungsabläufe üben können. So bietet das Kletterdreieck nicht nur die Möglichkeit, die Spitze des Dreiecks mit Hilfe der Sprossen zu erklimmen, man kann sich auch hochziehen, sich abstützen oder sich von oben herunter hängen lassen. Das Bewegungsspielzeug kann also auf ganz verschiedene Art genutzt werden und auch von größeren Kindern in ein phantasievolles Rollenspiel eingesetzt werden. Nicht selten wird auch dem Kletterdreieck dann die Spitze eines Turms, oder ein Piratenschiff. Mit einem Bettlaken oder einem großen Tuch wird aus dem Dreieck eine kuschelige Höhle, in der sich auch größere Kinder gerne zurückziehen. Jedes Kind hat eigene Ideen, wie es sich mit dem Pikler Dreieck beschäftigen kann.

Von wann bis wann ist das Kletterdreieck nutzbar?

Ein kleines Modell kann bereits ab circa 10 Monaten verwendet werden. Wenn der Nachwuchs mit dem Krabbeln beginnt und allmählich versucht, sich an Möbeln und anderen Gegenständen hochzuziehen, ist ein Pikler-Dreieck ideal um den natürlichen Bewegungsdrang des Kindes zu unterstützen. Um die motorischen Fähigkeiten zu fördern, eignet sich das Bewegungsgerät etwa bis zum vierten Jahr. Doch auch ältere Kinder nutzen das Dreieck gerne um es als Spielgerät umzufunktionieren. Als Pferd oder aus Konstrukt für die Höhle ist das Dreieck noch für Kinder um die 6 Jahre geeignet.

Welche pädagogischen Vorteile hat das Pikler Dreieck?

Ganz nach der Methode der Namensgeberin wird das Pikler Dreieck, ebenso wie der Pikler Bogen, zur Förderung der Motorik genutzt. Jedes Kind hat einen natürlichen Bewegungsdrang, dem es nachgehen möchte. Mit dem Dreieck wird die Lust an der Bewegung gefördert. Das Kind kann sich hochziehen oder von oben herunterhängen lassen. Es kann klettern und vom höchsten Punkt des Dreiecks die Umgebung aus einer neuen Perspektive sehen.

Beim Spielen mit oder auf dem Dreieck entdeckt das Kind neben den motorischen Fähigkeiten auch die eigene Phantasie. Wer oben auf dem Dreieck sitzt, fühlt sich oft wie ein Pirat, der aus dem Ausguck fremde Inseln entdeckt. Oder aber man nutzt das Dreiecksgerüst als Indianerzelt um sich auf eine spannende Phantasiereise zu begeben. Die Nutzungsmöglichkeiten sind so vielseitig wie die Kinder selbst.

Welche Risiken gibt es?

Um Verletzungen beim Klettern und Spielen auszuschließen, sollte das Dreieck stets fest auf einem graden und gepolsterten Untergrund stehen. Ein Teppich kann beim Fallen helfen, Verletzungen vorzubeugen. Dennoch muss beim Aufbau darauf geachtet werden, dass das Dreieck stabil steht.
Wer ein Pikler Dreieck selbst baut, muss unbedingt darauf achten, dass keine Holzsplitter zu finden sind, an denen sich das Kind verletzen könnte.

Je mehr sich das Kind mit dem Dreieck befasst, umso mehr Möglichkeiten der Nutzung wird es finden.

 

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